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Unsere Geschichte

Rita und Frank Thomas

Mein Name ist Rita, 40 Jahre. 

Frank und ich sind beide Reiki-Meister/Lehrer und Mentaltrainer. Frank ist Qimag-Feng-Shui-Berater. Ich arbeite hauptberuflich als Chemotechnikerin bei der Stadt in einem Labor für Verbraucherschutz.

Mein Mann Frank hatte am 15.07.05 einen Herzstillstand mit Laienreanimation im Alter von 44 Jahren. Er lag im Wachkoma. Die Ärzte haben sehr schnell das Urteil hypoxischer Hirnschaden gestellt und ihm keine Chance gegeben. Und die so lebensnotwendige Bypassoperation wurde ihm verweigert. Und so konnte aufgrund der nicht möglichen Belastung durch den schweren Herzbefund auch keine Frühreha stattfinden.

Durch viel Kampf und letztendlich nur durch gute Beziehungen meines Vorgesetzten und das Rückgrat eines Profs in einer Klinik konnte ich erreichen, daß Frank ohne den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine Bypassoperiert worden ist. Die Krankenkasse hatte die Operation vehement verweigert, aufgrund eines Ethik-Urteils. Drei Kliniken wollten ihn aufnehmen, aber die Kasse lehnte strikt ab.
Unser Glück war, daß Frank auch nach weiterer Weigerung der Kasse Notfalloperiert wurde. Die ersten Therapien der Frühreha konnten dann auch schon in der Klinik der Herzchirourgie stattfinden.

Anschließend war er in einer Kölner Frührehabilitationseinrichtung, wo er sich gleich in der zweiten Woche MRSA eingefangen hat. Er bekam kaum noch Therapien, war wochenlang absolut isoliert.
Als sich herausstellte, daß sich sein Zustand verbesserte, als ich begann ihn am Wochenende nach Hause zu holen entließ man Frank mit einer Empfehlung für eine Tagesreha.
Leider nahm ihn diese mit MRSA nicht. Ein  Teufelskreis .

Da ich es mir nicht leisten konnte meinen Beruf aufzugeben, mein Mann war nicht abgesichert besuchte mein Mann in der Zeit eine Einrichtung der Altenpflege (Tagespflege). Leider gibt es für junge Menschen mit erworbenen Hirnschäden (noch) keine Angebote im Raum Aachen.
Mein Mann ist leider  zeitlich und räumlich noch stark desorientiert, wahrnehmungsgestört und teilweise inkontinent. Er hat eine anterograde Amnesie, Aphasie und ein Sekundengedächtnis. Er hat Symptome von Morbus Parkinson.

Selbstständige Körperpflege, an und ausziehen ist nur mit viel Zeit und viel Geduld möglich. 
Nachdem mein Mann MRSA-frei war hat unser HA eine Tagesreha beantragt. Nach einigem hin und her wurde diese dann genehmigt. Die Tagesreha hat leider keine wesentliche Verbesserung gebracht. Zuviel Unruhe im Haus. 
Derzeit mache ich die meisten Übungen mit ihm.
Er bekommt jetzt 6 Stunden in der Woche Unterstützung und Förderung im Rahmen des "ambulant betreuten Wohnen" im eigenen Wohnumfeld von den Caritas Lebenswelten. 


Er bekommt täglich Ergo-, Physiotherapie und hier und da Logopädie. Die Neuropsychologie und das ADL-Training sind ambulant nicht möglich.


Mein Mann besucht heute die Werkstätten für Behinderte im Schwerstmehrfachbehindertenbereich im sogenannten Berufsbildungsbereich.  Er wird sicher noch viel Zeit brauchen aber ich bin sicher, daß er noch gefördert werden kann. Das ist auch die Meinung der Neurologin und Ärzte der Rehaklinik.


Ich hatte die Idee, Betroffene in Eschweiler zu suchen zum Austausch und zum Aufbau einer Selbsthilfegruppe. Darum habe ich meine Webseite mit Forum ins Netz gestellt. Und auch um anderen Betroffenen ein wenig Mut zu machen und Infos zu bieten. Ich weiß selbst, wie verzweifelt ich nach Infos gesucht habe.